Friday, September 10, 2010 17:40

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Wie fotografiere ich mich selbst beim Sex?

Freitag, April 9th, 2010

Als ich heute morgen … gefühlte vier Uhr … die im Titel genannte Suchphrase in meiner eher unzuverlässigen Blog-Statistik las, schnellten sofort meine Mundwinkel nach oben. “Armer Kerl oder nimmersattes Weib!” dachte ich so bei mir. Stünde mir der Sinn, mein triebgesteuertes Paarungsverhalten in Bildern festzuhalten, würde ich zu allererst eine Kamera verwenden. Die Antwort mag banal klingen, doch ich täte es genau so und nicht anders. Auf der anderen Seite: Der Suchende fragt nicht nach dem Womit!?

Da es beim Mann mit dem Multitasking nicht so pralle ist, ich deshalb nicht gleichzeitig den potenten Elch und Kameramann mimen kann, müsste ein Timer oder Selbstauslöser her. Letzterer ist in einer Kabelversion vorhanden und wäre für mich mehr von Vorteil: Ich nehme die Pose des röhrenden Hirsch ein, das zu begattende Weibchen rollt voller Wollust und beinahe vollständig beglückt mit den Augen … ein Klick und fertig ist die Illusion eines unwiderstehlichen Liebhab-Bären. :)

Es ist doch eigentlich ganz einfach … glaube ich. Je weiter ich versuche mir die Peinlichkeit vorzustellen, umso mehr Fragen kommen auf. Point of View wäre eine Alternative: Eine ferngesteuerte Kamera ist auf das Durchzunehmende gerichtet und ich beknipse Selbiges mit meiner Kompakten. Da wären sogar Makro-Fotos möglich, doch meine beiden Hände sind allein mit der Kamerabedienung beschäftigt. Auf den Bildern gäbe es keine grabschenden Griffel zu sehen, was irgendwie nach halbsoliden Armfrei-Sex aussieht.

Die Frage ist wirklich spannend. Frau und Mann müssten also einen Kameramann beziehungsweise Kamerafrau engagieren. Doch was wäre besser: Hetero, schwul, lesbisch oder gar homosexuell? Immerhin sind beide Geschlechter an der zu dokumentierenden Verlustierung beteiligt. Eins ist gewiss: Rein prophylaktisch ließe ich für den Kamerabediener die Dusche mit kalten Wasser laufen oder würde alternativ einen Kubikmeter ungeschlagenes Brennholz, Hauklotz und Axt zum Abreagieren bereitstellen.

Warum mache ich mir eigentlich über diese Suchphrase solche Gedanken? Wer möchte es wirklich und ernsthaft sehen, wie ich bei der Korpulation den Hengst … besser die Ameise gebe? Mit einem gewissen künstlerischen Anspruch sollten müssen die Fotos später schon etwas hergeben. Das läge aber sicherlich nicht im Interesse des oder der Suchenden. Also entspanne ich wieder meine Denkerstirn und fahre die Mundwinkel hoch: Was die Leute alles bereits am frühen Morgen suchen … :D

Suchbegriff des Monats – Oktober 2009

Sonntag, November 1st, 2009

Allmählich geht mir das Dauer-Top-Thema “Gerd Maria Rüger” auf den Senkel. Es sollte sich doch endlich herumgesprochen haben, dass sich ein Online-Casino durch den Internetbesucher nicht beschupsen lässt. Stattdessen muss der Spieler wohl eher damit rechnen, von seinem virtuellen Gegenüber übervorteilt zu werden. Als Besitzer eines Online-Casinos würde ich das jedenfalls in Betracht ziehen. Mich sieht doch keiner dabei. Und genau aus diesem Grund zocke ich Online nicht, erst recht nicht um Geld.

Damit ist wohl klar, was mein Top und Flop des Monats Oktober in Personalunion ist …. Trommelwirbel:

TOP: Gerd Maria Rüger
FLOP: Gerd Maria Rüger

Herr Diplom-Mathematiker mit der Spezialisierung Bescheissen und Dummenfang ist LANGWEILIG! Vielmehr Freude und jeden Tag ein Schmunzeln auf den Lippen rufen jene Suchphrasen hervor, über die meine Webseite gefunden wird. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, die Suchanfragen bissig zu kommentieren:

fusspilz geleckt. was nun?
Nimm etwas gar gekochten Reis und einen Schuss Sahne dazu, das ergibt ein tolles Risotto ai Funghi

wo kann ich meine muschi malen lassen
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich vor ein paar Wochen einen Bericht im TV gesehen, wo ein Katzenmaler vorgestellt wurde. Zuerst knipst der Begnadete das Tier und malt nach den Fotos die Muschi in Öl. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen des Herren erinnern. Ich fand es irgendwie den Tick zu kitschig. Die Muschi malen oder knipsen ist OK, sie aber dann wie ein Heiligtum in einem Gemälde verklären, nein danke!

rituelle onanie
Praktiziere ich auch. Ist was ganz geiles, wenn dann auch noch die Angetraute zuguckt. Dann gehe ich ab wie Schmidts Katze.

masturbation maenner geheim
Gratuliere. Wahrscheinlich geil wie Puma-Kacke gelingt es dem Suchenden oder der Suchenden sogar Masturbation richtig zu schreiben. Unter der erschwerten Bedingung des Befriedigungsstau hätte ich eher die Mastrubation vermutet.

intim blog rasiert
Ich denke mal darüber nach, die Mausmalerei in ihrer vierten Version intim zu rasieren. Bis dahin werde ich zunächst am Layout nichts ändern. Für die Tiefen des WordPress-Weblogs bin ich einfach zu blöd. Das ist mir zu kryptisch und ich weiss nicht, wie intim rasierter Webcode auszusehen hat …

onanie atemnot
Heikles Thema, das mir so noch nicht untergekommen ist. Eher fängt ein … besser gesagt das gewisse zu stimulierende primäre Geschlechtsmerkmal an zu glühen. Da heisst es dann: Pause machen und einfach mal tief Luft holen. Das verhindert nicht nur den unangenehmen Duft frisch angebrannter Penis-Vorhaut, es vermeidet auch Atemnot.

oben ohne akt
Ich bekenne mich zu jener Kategorie Knipsern zu gehören, die Männer- wie Frauenakte … oder heisst es Äkte … immer oben ohne fotografiert. Einen Akt oben mit abzulichten halte ich für schlicht weg pervers und gehört unter Strafe gestellt.

schließmuskel orgamsus
Hier muss der, die oder das Suchende bereits arge Probleme mit seinem Hinterteil beziehungsweise mit dem Anus an sich gehabt haben. Der Orgasmus hat die Rosette offenbar so stark ergriffen, dass er, sie oder es zur ersten Steigerungsform, dem so genannten Orgamsus, aufgestiegen ist. Hier hilft nur noch die betreffende Körperregion großflächig mit Menthol oder Anti-Rheumasalbe einzureiben.

Ich hoffe mit meiner kleinen Auswahl endlich all Jenen geholfen zu haben, die mittels der genannten Suchphrasen in meinem Muschitoaster … ähm, meiner Mausmalerei noch keine kompetente Antwort gefunden haben. :D

Doch Spass beiseite: Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich ein gewisses Faible für (echte) Rothaarige und Sommersprossen habe. Dasselbe gilt im übrigen für ozonfreie Blonde. So freut es mich umso mehr, dass über die Google-Bildersuche in Kombination mit den Begriffen “Rothaarige” und “sexy” das Portrait von Helena am häufigsten aufgerufen wird. Ohne mich an der Stelle zu weit heraus zu lehnen, kann ich es absolut verstehen. Nur scheine ich mit rothaarigen Damen beziehungsweise Modellen kein richtiges Glück zu haben. Ernst gemeinte Anfragen, die das fortan ändern wollen, sind herzlich Willkommen … :D

Ich hege eine gewisse Vorliebe für echte rothaarige Modelle

Foto: 2009 Ronald Puhle

Anonym, anonymer und am anonymsten

Donnerstag, Mai 28th, 2009

Als ob nicht nicht genug mit dem Schreiben des Buchprojekts zu tun habe, werde ich völlig nutzlos hier und da auch noch von anderen Internetteilnehmern beschäftigt. Das Ganze ist zwar unter dem Strich erheiternd, doch die Komik kann bei mir auch schnell in ungläubiges Kopfschütteln umschlagen …

Fall 1
“ANFRAGE für SHOOTING – EILT!” lautet die Betreff-Zeile. So etwas kann mich nicht wirklich schocken: Eilig ist alles und am besten vorgestern erledigt. Diesmal wollte eine Art Buyerin aus Hamburg gleich drei Angebote für Projekte in Berlin. “Was zum Teufel ist eine Art Buyerin?” fragte ich mich. Hat die junge Dame vor lauter Dringlichkeit das A zum U getippt? Tastaturmäßig liegen beide Buchstaben weit genug auseinander. Ist sie eine künstlerisch veranlagte Bayovarin und auf Kontakt zu mir aus?
Die Informationsquelle des neuen Jahrtausend, kurz Google genannt, verschaffte mir Klarheit: Art Buyer ist so etwas wie ein professioneller Talentescout für Fotografen. “Geil” dachte ich so bei mir, “jetzt geht die Post ab mit meiner Karriere als Knipser”. Mann oder Frau ist auf mich aufmerksam geworden, möchte mich und meinen unverkennbaren Knipsstil booken. Sorry, liebe Leser, aber man spricht Denglisch in solch erlauchten Kreisen.
Beim Lesen der gesuchten Shootings durchzog mich ein gewisses Angstgefühl: Katalogaufnahmen in Kapstadt, PR-Aufnahmen im Studio und Werbeaufnahmen im Lifestyle-Schuh Bereich. Zweifel kamen in mir hoch. Mit dem DSDS für Fotografen muss die gute Frau nicht mich gemeint haben. Hätte sie sich mein neudeutsches Portfolio angesehen und an der einen oder anderen Stelle den Text gelesen, dann wäre ihr aufgefallen, worin ich meine Ambitionen sehe.
Erschwerend kommt hinzu: Die Trulla von der Nordsee hatte zwar einen Namen, dafür keine Adresse, kein Telefon und lediglich ein Google-Postfach. Die Frage, was ein Berliner mit Kapstadt zu tun hat, habe ich mir vorsorglich nicht gestellt. Einen gleichnamigen Vorort im Speckgürtel der Hauptstadt kenne ich jedenfalls nicht.

Fall 2
Den Betreff “Brauche Fotos für meine Website” kann ich mit ruhigem Gewissen beantworten: Ich auch! Ich weiss aus der Anfrage, wie der Anfragende mit Vornamen heisst, dass er unter 30 Jahre alt und offensichtlich homosexuell ist. Das schafft bei mir allerdings nichts das Vertrauen, weshalb ich für ihn am 03. Juli 2009 gegen 15 Uhr ein männliches Modell knipsen sollte. An dem Tag könnte ich etwas anderes vorhaben. Echte Insider und Muschitoaster-Freaks wissen was ich meine!
Eines wird aus der Mail klar ersichtlich: Die Fotos sollen für die Webseite eines männlichen Begleitservice sein. Jetzt spinne ich den Faden mal weiter: Ich soll zwar einen Kostenvoranschlag machen, lieb wäre es sicherlich umsonst. Die Webseite und das Escortieren zahlungswilliger Kunden befindet sich bestimmt erst im Aufbau. Das Sahnehäubchen ist: Weil man eine eigene Homepage hat, muss es eine E-Mailadresse bei web.de sein. In meiner Antwort lehne ich als Hobbyist das Erstellen eines Angebots ab. Ebenfalls teile ich in deutscher Sprache mit, dass mir das Ganze doch spanisch vorkommt.

Fall 3
Am heiligen Sonntag hat es mich fast von der Couch gehauen: Ich werde gefragt, ob ich für mein Büro oder Onlinearbeiten eine Heimarbeitsstelle in Vollzeit zu besetzen hätte? Wie bitte schön kommt das mailende Weibsbild auf diese Idee? Wozu mache ich den ganzen Affentanz mit meiner Webseite? Für mich steht 100%ig fest: Werde ich eines Tages berühmt, reich und sexy, dann suche ich mir sofort einen Praktikanten. Der darf meine Fotoausrüstung inklusive mobilen Computer-Equipment hinter mir her schleppen und auf diesem Weg lernen, wie schwer es ist da hinzukommen, wo ich dann stehen werde. Danach suche ich mir einen Manager, der mich noch reicher und berühmter mit viel weniger Arbeit und echtem Wichtigtun macht.

Fall 4
Mich erreicht ein Jobangebot. Nun sind solche dubiosen Offerten nichts Ungewöhnliches. Egal ob Millionen einer Erbschaft aus Afrika zu verschieben sind oder Geld für einen neuen Ofen im dunkelsten Russland gebraucht werden, so etwas wandert ungelesen im Papierkorb. Diesmal soll ich für ein Aktionshaus den Paketboten und Geldeintreiber mimen. Ein Schmunzeln entgleitet mir bezüglich der PKW-Nutzung. Wenn ich keinen eigenen motorisierten Rollator besitze, wird mir ein Wagen gestellt. Als bekennender ÖPNV-Nutzer und Nicht-Führerschein-Besitzer wüsste ich gern, ob das Angebot auch für mein Lieblingsbeförderungsmittel Tram gilt. Ich würde schon einmal mit meiner eigenen Strassenbahn durch Groß-Berlin cruisen.
Selbstverständlich muss ich der Bewerbung unbedingt eine Kopie meines “Persos” beilegen und die Kontoverbindung offenlegen. Ich finde es äußerst dumm, dass der Headhunter (er gibt sich als Chef des Auktionshauses aus) ebenfalls ein Google-Mail-Account nutzt.

Fazit
Ich habe den blöden Verdacht, dass sich da zumindest ein Scherzkeks einen Spass mit mir erlauben möchte. Immerhin gab es bereits vor Monaten vermehrt und auffällig Anfragen, alte Fotos zu restaurieren. Die Masche war dieselbe: Anonyme E-Mail-Postfächer, teilweise zusammenkopierte Texte und ein Feedback hatte Seltenheitswert. Sei es drum, ich habe an solchen Texten ebenso meinen Spass und kann mich über den abartigen digital lifestyle mancher Leute in meinem Blog verbal auslassen … :evil: