Friday, September 10, 2010 17:38

Posts Tagged ‘raw’

Auf ins nächste Jahr

Donnerstag, Juli 22nd, 2010

Nein, bei mir ist nicht vorzeitig Silvester und ich gehöre auch nicht zu Jenen, die jeden Anlass eines Sieges für orgastische Feuerwerke nutzen. Ich bin beim Durchwühlen meines Rohdaten-Bildarchivs lediglich in das Jahr 2008 gewechselt. ;)

Bötzsee bei Strausberg

Foto: 2008 Ronald Puhle

Die Aufnahme stammt vom Bötzsee und gehört zu einer Serie, die für das Buch RAW-Entwicklung gemacht wurde. Diesmal wählte ich einen anderen Schnitt und sowie eine “altmodische” Entwicklung … :)

Neue Wege

Mittwoch, Juni 9th, 2010

Schreibtechnisch bedingt musste durfte ich mich intensiv mit Aperture 3 beschäftigen. Ohne ins Details gehen zu wollen musste ich feststellen, dass der Apple-RAW-Entwickler schon ein gewaltiges Werkzeug ist, das an meiner Vorliebe für Photoshop & Co. gewaltig rüttelt.

Paar an der Spree

Raw-Entwicklung mit Aperture

Foto: 2010 Ronald Puhle

Die Schwarzweiß-Umwandlung erfolgt auf dem für mich klassischen Weg: Adobe Camera Raw, Photoshop und Exposure. Die Farbumsetzung entstand ausschließlich unter Aperture 3 …

Am See

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Ein Gehversuch, die RAW-Entwicklung vollständig in die Hand von Aperture 3 zu legen … :)

See bei Buckow (Brandenburg)

Foto: 2010 Ronald Puhle

Lady Cara in Schwarz

Dienstag, Februar 9th, 2010

Bedingt durch das letzte Buchprojekt fehlte mir die Zeit und Muse, mich fotografisch Themen zuzuwenden, die nichts mit Nikon und der systembedingten Blitzlichterei zu tun hatten. So ergab es sich, dass das letzte gemeinsame Shooting mit Lady Cara aus Berlin über ein halbes Jahr zurücklag.

Sitzende Lady Cara (Berlin)

Foto: 2010 Ronald Puhle

Mit neuen (alten) Outfits machten wir uns letzten Samstag an die Arbeit. Mir schoss es sofort in den Kopf, ganz gezielt mit einem dunklen Hintergrund zu arbeiten und ein Tonwert-Tänzchen in den Tiefen zu wagen. Den Kontrast bildet die Haut, das weiße Tuch des Kleids sowie ein knallroter Lippenstift. Schon beim Durchsehen der ersten Probeaufnahmen war mir klar, dass die Rechnung entsprechend meinen Vorstellungen aufgeht.

Lady Cara mit Fuchs

Foto: 2010 Ronald Puhle

Da mir wie gehabt die vierte Blitzlichtquelle für den Hintergrund fehlt, belichtete ich mit 1/100 Sekunde. Genauso ließ ich die Blende mit f/8 für meine “Verhältnisse” weit offen. Für mehr Spielraum gibt die Studioanlage zuviel Licht ab beziehungsweise fehlt mir die ruhige Hand. Zwischenzeitlich überlegte ich ein Dauerlicht in den Hintergrund zu legen, doch der Farbtemperatur-Mix … zusehen auch im Systemblitz-Buch … ist nicht ganz so mein Ding, sollen die Aufnahmen überwiegend in Farbe sein.

Portrait Lady Cara aus Berlin

Foto: 2010 Ronald Puhle

In der Regel lasse ich die Aufnahmen ein paar Stunden, wenn nicht sogar Tage, liegen und schau mir erst dann die Ergebnisse zu Hause an. Hier war mir schon am Studio-Rechner klar, dass es gelungene Aufnahmen sind … wohl gemerkt für mein Verständnis und meine Absicht. Die anschließende RAW-Entwicklung ist das übliche Kuddelmuddel aus Cross-Processing-Simulation und meiner eigenwilligen Kontrastanpassung. Und eines sei auch noch verraten: Die Retusche bezog sich fast ausschließlich auf den lädierten Hintergrund … :(

Das “erotische Überraschung”-Fotoshooting
Modelle für meine Projekte gesucht
Das “Wir bekommen ein Baby”-Fotoshooting

Mein “bestes” Foto?!

Freitag, Januar 22nd, 2010

Ich bewundere Leute, die aus dem Stehgreif eine Aufnahme als ihr Lieblingsfoto oder Foto des Jahres benennen können. Mit dieser Art der Festlegung tue ich mich schwer, was ebenso für die Frage nach dem Warum gilt. Bei Menschenfotos … wie Michael K. Trout immer so schön zu pflegen sagt … steckt immer eine mehr oder minder starke Bindung dahinter. Das gilt vor allem zu jenen Modellen, mit denen ich eine längere Zeit zusammenarbeite. Diese Bindung kann die beste Aufnahme nicht herüberbringen … wohl dem aber mein Einfühlungsvermögen in die Person mir gegenüber.

Bei “statischen” Motiven in der Natur, Landschaft oder Stadt gehe ich relativ emotionslos ans Knipsen. Mich spricht zwar das Motiv an und ich glaube auch etwas Lohnenswertes festzuhalten, doch dann hört es schon mit den emotionalen Gemeinsamkeiten auf. Mit beiden Aussagen möchte ich mich weder herausreden oder irgendetwas schlecht machen. Mit einem (digitalen) Foto zimmere ich den Rohbau eines neuen Hauses. Wenn es mir gelingt, mit dem Stand der Kamera und richtigen Optik das Motiv nach meinen Vorstellungen einzufangen, dann bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Den Feinschliff übernimmt dann die digitale Entwicklung … und hier sehe ich einen gewissen Unruhepol.

Wenn ich mich entscheiden sollte, auf welcher Strecke ich in den letzten Jahren größere “Entwicklungssprünge” gemacht habe, dann fiel meine Wahl auf die RAW-Entwicklung. Sicherlich war die Geburtsstunde des A’lfi Hartkor auch ein fotografischer Meilenstein für mich, doch bevor geboren werden kann, muss erst einmal gezeugt und anschließend über neun Monate schwanger getragen werden.

So wie ich meine Ausstellungen nicht selbst kommentiere und eröffne, überlasse ich es jemand externen DAS Foto von mir festzulegen. Am Rande der “Tiefen, Mitten & Lichter”-Ausstellung meinte Roswitha Skowasch, dass das nachfolgende Foto ein … der … Ronald Puhle sei, den sie persönlich kennt. Warum und weshalb sie das meinte, kann ich nicht sagen. Wie so viele Dinge bei mir, war es auch für Roswitha eine Bauchentscheidung.

Ronald Puhle - Berlin

Foto: 2006 Ronald Puhle

Ich möchte einfach meine Geschichte zu dem Baum am Wegesrand erzählen. Vor ein paar Jahren schickte mir ein langjähriger Internetfreund ein Foto, wo der Baum zusehen war. Als Motiv war ich davon begeistert, lediglich der Bildaufbau gefiel mir absolut nicht. Und so nutze ich einen Abstecher nach Stuttgart, (m)ein Foto davon zu machen. An dem Tag zog ein Gewitter über Maichingen auf und die Wahl des Objektivs empfand ich als suboptimal.

Zwei Jahre später wollte ich den Fehler wettmachen und es entstand dieses Foto. Anfänglich hatte ich am Aspektverhältnis des Kleinbildformats festgehalten. Noch einmal zwei Jahre später löste ich mich von dieser Vorstellung, entwickelte die RAW-Vorlage nach einem völlig anderen Ablauf und setzte “meinen” Baum in ein quadratisches Bildformat. Gegenüber der ersten Version wollte ich bewusst … aber ohne innere Rebellionsgedanken … alles anders angehen. Es sollte mehr Licht als Quelle des Lebens im Gegensatz zum Symbol, dem abgestorbenen Baum stehen …

Ort: Maichingen; Foto: Ronald Puhle

Foto: 2008 Ronald Puhle

Mein “bestes” Foto kann nicht nur eine Aufnahme eines Motivs sein. Für mich ist die Geschichte dahinter, meine Intention es überhaupt und genau so aufzunehmen sowie das “entwickelte” Ziel genauso wichtig. Wenn es mir gelingt, dass sich meine Gedanken im Bild reflektieren und der Betrachter damit umgehen kann, dann habe ich mein Ziel erreicht. Und genau deshalb überlasse ich es eben auch dem Betrachter, mein bestes Foto zu küren …