Friday, September 10, 2010 18:49

Posts Tagged ‘kleinbildformat’

Nachwuchs – Kleinbild- versus Mittelformat

Dienstag, November 10th, 2009

Für mich ist die Wahl des “besseren” Beschnitts eigentlich klar: Das Quadrat rückt den Kopf der kleinen Zoe in den Mittelpunkt. Doch Geschmack ist eine subjektive Bewertungsgröße und so haben sich die jungen Eltern entschieden, eine ähnlich gelagerte Aufnahme im Kleinbildformat auf Fotoleinwand drucken zu lassen … :D

Baby-Fotografie im Kleinbildformat

Die kleine Zoe

Foto: 2009 Ronald Puhle

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Formatwahl – Tipps & Tricks

Montag, September 7th, 2009

In Anspielung des Artikels über das Abstrahieren bei der Bildgestaltung möchte ich auf die Wahl des Bildformats gesondert eingehen. Persönlich habe ich mich auf zwei Formate “eingeschossen”: Kleinbild- und das quadratische Mittelformat. Die Festlegung erfolgt in Anlehnung an meine beiden Kameras: Nikon D200 für das Aspektverhältnis 2:3 und Ricoh GX200 im Seitenverhältnis 1:1.

Natürlich bieten sich weitaus mehr Möglichkeiten, die ich jedoch eher selten, besser gesagt nicht ausschöpfe. Selbst Panoramen zwänge ich ins Kleinbildformat und lasse den ungenutzten Hintergrund schwarz. Diese Haltung sehe ich für mich aber nicht als unbedingt zwingend an. Sicherlich wird es bei passender Gelegenheit (zum Beispiel Fotoausstellungen und Kapafix-Platten als Trägermaterial) zu den sprichwörtlichen Ausnahmen von der Regel kommen.

Doch zurück zu den beiden Standardformaten. Sie könnten nicht unterschiedlicher in ihrer Wirkung sein. Dem quadratischen Mittelformat wird eine sehr ruhige, gelegentlich auch langweilige Ausstrahlung nachgesagt. Dagegen orientiert sich das Kleinbildformat in etwa am Goldenen Schnitt. Nachfolgend wird ein Motiv in den beiden angesprochenen Zuschnitten gezeigt.

Amira und Marco aus Berlin

Marco und Amira auf dem Hochsitz

Foto: 2009 Ronald Puhle

In der vorliegenden Bildkomposition wurde von mir der Hochsitz nach rechts versetzt. Hintergrund ist die Richtung, aus der die Sonne auf das Vordergrundmotiv und die beiden Modelle scheint. Gleichzeitig soll der bewölkte Himmel dominieren (ca. zwei Drittel der Bildaufteilung) und der Boden “in den Hintergrund treten”. Der Bildausschnitt ist so gewählt, dass der Hochsitz in etwa die Höhe des mittleren Drittels einnimmt. Das gilt ausschließlich für das Kleinbildformat.

Insgesamt bietet das Hochformat soviel Raum, dass das Hauptmotiv (Hochsitz mit beiden Modellen) klein gegenüber dem Hintergrund wirkt. Im Mittelformat rückt dasselbe Motiv scheinbar dichter an den Betrachter heran. Insbesondere durch das “aus der Mitte rücken” des Vordergrundmotivs hebt sich die “Langeweile” des Mittelformats auf. Dafür geht die Spannung des bewölkten Himmels im Wechselspiel mit dem Sonnenschein, der meine beiden Modelle ausleuchtet, etwas verloren.

Noch eine Anmerkung zur RAW-Entwicklung: Hier handelt es sich um ein Tone Mapping aus einer Rohdatendatei (Pseudo- oder Fake-HDR in Photomatix Pro). Damit soll vor allem die Wolkenstruktur betont werden. Die Farbanpassung resultiert aus einer Cross Processing-Simulation (Exposure 2).

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Stelenfeld – Kleinbild- versus Mittelformat

Montag, August 31st, 2009

Die Szene des 3D-Bildes wurde von mir ursprunglich im quadratischen Mittelformat aufgebaut. Da ich für mein iPhone ein neues Hintergrundbild benötigte und mir das Motiv sehr gut gefiel, erstellte ich kurzerhand ein Rendering im Kleinbildformat. Mein Favorit bleibt trotzdem die quadratische Version … :)

3D-Szene im Kleinbildformat

3D-Rendering im Mittelformat

3D-Grafik: 2009 Ronald Puhle

Wiederholter Beschnitt

Donnerstag, August 13th, 2009

Für mich sehenswerte Aufnahmen bringe ich zum Entwickeln ins Fotolabor. Hinsichtlich der Formate habe ich mich auf das quadratische Mittelformat und Kleinbildformat festgelegt. So kann es eben passieren, dass von einer Aufnahme zwei unterschiedliche Abzüge entstehen.

Neulich hatte ich eine Fotoserie mit einer Angetrauten im Rapsfeld aufgerufen. Ohne zu wissen, was ich bereits davon zu Papier gebracht hatte, griff ich mir ein ganz spezielles Foto heraus. Nach der RAW-Entwicklung liess ich eine Filmsimulation drüberlaufen. Als ich die Datei speichern wollte, bemerkte ich die Doppelung.

Modell Gabi P. aus Berlin

Foto: 2008 Ronald Puhle; RAW-Entwicklung 2009

Mich interessierte schon, ob es Unterschiede in meiner RAW-Entwicklung, der Filmsimulation und vor allem beim Beschnitt gibt. Also verglich ich beide Versionen und musste feststellen, dass es lediglich bei der Filmsimulation nennenswerte Abweichungen gibt … :)

2008 aufgenommen mit Modell Gabi P.

Foto: 2008 Ronald Puhle; RAW-Entwicklung 2008

So wie ich das Motiv aufgenommen habe, ist wohl kein anderer Beschnitt im Kleinbildformat möglich. Was die Änderungen bei der Filmsimulation und damit der Farbwiedergabe betrifft, so verfolge ich in den letzten Monaten eher das Betonen gesättigter Farben. Umso mehr fällt es mir zur Zeit schwer, ordentliche Schwarzweiss-Umsetzungen zu realisieren … :(

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Bildgestaltung – Ausgabeformat und Bildaufbau

Donnerstag, November 6th, 2008

Fotoschule – Workshops & Individualkurse

Ausgabeformat und Bildaufbau sind eng miteinander verzahnt. Fotografen, die in erster Linie am Bildschirm publizieren (Internet, Bildershows etc.), müssen sich hier relativ wenig Gedanken machen. Die Bildauflösung gängiger Kameras ist so groß, dass im Nachgang beinahe alles möglich ist: Von scheinbaren Makroaufnahmen bis hin zum nachträglichen Umplatzieren des Motivs.

Etwas anders sieht es bei Fotografen aus, die ihre Aufnahmen großformatig ausdrucken oder im Fotolabor entwickeln lassen. Hier zählt jeder Pixel. Deshalb heisst es noch vor dem Abdrücken: Gehirn einschalten und mitdenken. :evil:

In der Regel orientiert sich der Fotograf am Seitenverhältnis des Bildsensors. Das ist naheliegend und vereinfacht die Bildgestaltung. Allerdings haben Fotolabore eine weitaus größere Palette an Papierformaten zu bieten. Persönlich orientiere ich mich am Kleinbildformat (1:1,5) und dem klassischen Mittelformat (1:1).

Sollen später die Fotos in einem anderen Format als das des Bildsensors zu Papier gebracht werden, muss das Ausgabeformat schon bei der Aufnahme berücksichtigt werden. Oft ist ein Beschnitt erforderlich, bei dem Motivinhalte verloren gehen. Dementsprechend ist beim Bildaufbau im Kamerasucher um das Motiv herum “Luft” zu lassen. Ein typisches Beispiel sind Aufnahmen im Kleinbildformat für 13 x 18-Abzüge (Aspektverhältnis 1:1,38).

quadratischer Schnitt (Mittelformat)

Das Mittelformat gilt wegen seiner gleichen Kantenlängen als harmonisch und ist deshalb als “langweilig” verschrien. Ich persönlich empfinde die Möglichkeit, ein Motiv nahezu ungestraft in die Mitte des Ausgabeformats zu setzen, als äußerst angenehm. Es ist eine Frage des Bildaufbaus und der Kamerahaltung, der eingefangenen Szene mehr Leben zu geben.

Schnitt im Kleinbildformat (Hoch)

Das Kleinbildformat und seine unterschiedlichen Seitenlängen ist in Sachen Bildgestaltung weitaus vielfältiger. Zum einen lassen sich Bilder im Hoch- und Querformat aufzeichnen, zum anderen ist das “Aus der Mitte legen” des Motivs eine weitere Möglichkeit, dramaturgisch in die Motivabbildung einzugreifen.