Friday, September 10, 2010 18:43

Posts Tagged ‘bewegte lichter’

MacBook in Aktion

Freitag, März 19th, 2010

Um irgendetwas zu schreiben brauche ich eine Idee, Ruhe und die Muse es überhaupt zu tun. Die Ideen sind schnell gefunden … entweder bin ich der Spender oder sie wird von außen hereingetragen. Die eigentlich benötigte Ruhe ist oft der erste Stolperstein. Habe ich eine Idee aus vielen ins Auge gefasst, konzentriere ich mich ausschließlich darauf. Alles andere drum herum sollte möglichst stressfrei an mir vorüberziehen. Ablenkung aller Art ist mein Scheintod in einer verbalen Schaffensphase.

Wenn wie in dieser Woche geschehen die Probleme auf mich einpurzeln und meine Gedanken ganz woanders sind, unternehme ich gar nicht erst den Versuch für eine Idee in die Tasten zu hauen. Stattdessen dient das Geklimper auf den Buchstaben einfach nur dem Frustabbau. Meist fühle ich mich danach seelisch deutlich leichter, auch wenn es noch nicht für ein weiter tippen an der Idee reicht. Es muss in mir eine gewisse Stimmung vorhanden sein … erst dann fließt der Text aus meinen Fingern.

Eben wie in dieser Woche war ich zunächst bemüht, erst einmal klare Gedanken zu fassen und die angehäuften Steine aus dem Weg zu räumen. Ausnahmsweise den Blick gerade nach vorn gerichtet und im Glauben, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, stellt sich jetzt die innere Ruhe und eine offensichtlich fruchtbare Muse ein, an Texten zu arbeiten. Also Schluss mit der verbalen Eierei, ran gesetzt ans MacBook, sechs Artikelseiten geschrieben und morgen ein paar Menschen beknipst! In dem Sinne wünsche ich ein ruhiges wie musenreiches Wochenende!

Macbook in Aktion - Langzeitbelichtung mit Bewegungsunschärfe

Macbook in Aktion - Langzeitbelichtung mit Bewegungsunschärfe

Macbook in Aktion - Langzeitbelichtung mit Bewegungsunschärfe

Macbook in Aktion - Langzeitbelichtung mit Bewegungsunschärfe

Fotos: 2010 Ronald Puhle

Marzahnien vor dem Jahresendgeböller

Dienstag, Januar 5th, 2010

Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel hatte ich mich aufgerappelt, das “Lens in a Cap“-Objektiv auf die Zweitkamera geschnallt und mein Eisenschwein-Stativ hinter der Wohnlandschaft hervorgekramt. Sekundär wollte ich den Übergang vom Tag zur letzten Nacht des Jahres 2009, primär eigentlich die diesige Stimmung einfangen. Je mehr die Zeit mit dem Aufbau verstrich, klarte es immer mehr auf. Als Knipser kennt man das ja nicht anders. Wenn ich nicht auf meine Modelle warte, dann sind es eben die erwünschten äußeren Bedingungen …

Langszeitbelichtung mit dem Lens in a Cap-Objektiv, Blende: 64

Foto: 2009 Ronald Puhle

Todesmutig öffnete ich einen Teil der Fenster unserer Loggia, wählte die kleinste Blendenöffnung (64) und wartete, bis sich ein vorhersehbarer Ablauf ergab, der es wert war in 20 Sekunden und mehr eingefangen zu werden. Aus der Ferne hörte ich eine Sirene … Ex-Martinshorn oder wie man das Sondersignal der Polizei und Feuerwerk heute nennt. Und so wartete ich wieder mit dem Auslösen der Aufnahme ab, bis der nächtliche Ruhestörer seine Spuren als kleine blaue Punkte hinterlassen wird.

Polaroid-Simulation mit Poladroid

Foto: 2009 Ronald Puhle

In der Internetdarstellung geht dieses winzige Detail natürlich verloren und wird somit für mich zu einer banalen Geschichte am Rande degradiert. Zur Zeit bin ich am überlegen, mein Motorik-Projekt mit einer Ausstellungsanfrage zu kombinieren. Auch wenn das Kapitel für mich noch lange nicht abgeschlossen ist, wäre die Ausstellung für mich ein willkommener Testballon, wie die Fotos vom unvoreingenommenen Betrachter aufgenommen werden. Mich interessiert außerdem, wie jene kleinen und scheinbar unbedeutenden Details im Abzug überhaupt zur Geltung kommen.

Aus Kosten- und Platzgründen verzichte ich zur Zeit darauf, von zeigenswerten Aufnahmen Abzüge zu machen. Ich verlasse mich im Moment darauf, dass mir das auf meine Bedürfnisse getrimmte Farbmanagement wie gehabt die Ergebnisse so anzeigt, wie es das Fotolabor meines Vertrauens später abziehen wird … ;)

Bewegte Lichter – Outtake

Samstag, Dezember 12th, 2009

In dieser Woche habe ich verschiedene Aufnahmen zum Thema “Bewegte Lichter” online gestellt. Abschließen möchte ich die Serie mit einem Outtake. Vom Karussell hatte ich mir ursprünglich bessere Aufnahme versprochen. Immerhin war hier der Besucherandrang geringer als bei den anderen Fahrgeschäften des Weihnachtsmarktes. Doch irgendwie passen die von mir gewählten Ausschnitte beziehungsweise das direkte Umfeld nicht zusammen.

Langzeitbelichtung eines Karussells

Foto: 2009 Ronald Puhle

Bewegte Lichter – Chaos Trilogie

Donnerstag, Dezember 10th, 2009

Eigentlich bewegen sich die Lichter der Gondeln auf vorgegebenen Bahnen. Dennoch überwiegt in der Gesamtheit der Aufnahmen das Durcheinander. Nur selten sind klare Züge oder feste Formen zu erkennen. Genau diese kleinen Details machen für mich zur Zeit den Reiz an dieser Art Fotos aus. Mal abgesehen vom bunten Lichtermeer, ohne dem die schwer verdauliche Kost wohl noch weniger verständlich ist, steckt wohl mehr von meiner Interpretation … besser Gemütslage … in den Bildern drin. Vielleicht sollte ich die Dreierfolge lieber “Achterbahn” nennen, obwohl das fotografierte Fahrgeschäft damit nichts zutun hat …

Bewegte Lichter

Langzeitbelichtung auf einem Berliner Weihnachtsmarkt

Bewegte Lichter - Berliner Weihnachtsmarkt am Alexa

Fotos: 2009 Ronald Puhle

Mehr Informationen zum Motorik-Projekt bei tumblr

Bewegte Lichter – Ein Weihnachtsmarkt in Berlin

Dienstag, Dezember 8th, 2009

Um mein Motorik-Projekt einen Schritt weiter voran zubringen war es klar wie Kloßbrühe: Ich muss die Vorweihnachtszeit nutzen und mindestens einen der vielen Weihnachtsmärkte in Berlin besuchen. Da ich mich alleine in die Spur machen musste, stand für mich an erster Stelle die Frage nach dem “Gepäck”. Des Weiteren muss ich mit einem Menschenandrang rechnen, der das ungestörte Arbeiten mit dem Stativ quasi unmöglich macht. Ohne die tragende Rolle eines Assistenten viel die Wahl auf das kleine Handgepäck, bestehend aus der Ricoh GX200 und einem Einbein-Stativ. Um nicht als nächtlicher Omaschreck verhaftet zu werden, verschwand Letztgenanntes ist einer Plastiktüte.

Bewegte Lichter

Foto: 2009 Ronald Puhle

Das kamerastützende Vehikel erwies sich schnell als unbrauchbar. Die Aufnahmen wirkten mir zu statisch und engten meinen Handlungsspielraum ein. Somit verfluchte ich relativ schnell meine Entscheidung. Irgendwie war das sperrige Teil aus Aluminium immer im Weg. Sollte ich wirklich einmal den großen Durchbruch schaffen, wird als Erstes eine junge attraktive Praktikanten engagiert, die sich in erster Linie um meine Fotoausrüstung kümmern darf. :evil:

Langzeitbelichtung aus der Reihe Motorik

Foto: 2009 Ronald Puhle

Nachdem die Frage der Stativnutzung eindeutig geklärt war, stürzte ich mich in das Getümmel. Solche Menschenaufläufe sind für mich der wahre Horror. Gegenseitige Rücksichtnahme und die Inbeschlagnahme des ganzen Fussweges sind nur die kleineren Übel. Ich lasse mir ungern während des Knipsen über die Schulter schauen, erst recht nicht mit gut gemeinten Ratschlägen gespickt, wie ich solch verwackelte Bilder vermeiden könne.

Die Krönung der Schlaumeierei ist, wenn die Ratgeber irgendeine Billig-Kompaktknipse oder ein Handy herausholen und mir dann zeigen, wie es “richtig” geht. In dem Moment möchte ich ein Tänzchen a la Rumpelstilzchen aufführen. Mein Unverständnis darüber, weshalb man mich zum Dummchen stempelt, weicht schnell dem christlichen Motto: “Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun!”

Sicherlich kann man nicht an meiner Nasenspitze erkennen, was meine Absicht ist. Doch warum pumpen sich Leute zu Klugscheisser auf, die Dank vollautomatischer Kameraführung eigentlich bis auf deren Haltung nichts zum Bild beitragen? Trotz der Ricoh-Kompaktknipse steuere ich die Belichtung per Hand und das Display zeigt für kurze Zeit etwas mehr als nur verwackelte Aufnahmen. Und so stelle ich mich lieber in eine ruhige Ecke und mache unkommentiert mit dem weiter, wo ich kommentiert zum Abbruch gezwungen wurde … :D