Thursday, September 09, 2010 05:53

Posts Tagged ‘beschnitt’

Rote Tulpen – Kleinbild- versus Mittelformat

Freitag, Februar 19th, 2010

Die Woche startete ich mit einer Nachlese zum Valentinstag. Warum auch immer gehörte eine Tulpe zum Artikel … vielleicht als angemessene Würdigung des Blumen-Fachhandels … weshalb ich die Arbeitswoche mit demselben Motiv ausklingen lasse. Diesmal habe ich meine digitale Schere angesetzt und zum Kleinbildformat einen quadratischen Beschnitt angefertigt. Wirklich festlegen, welcher Variante ich favorisiere, möchte ich nicht.

Rote Tulpen im Kleinbildformat aufgenommen

Zwei rote Tulpen im Mittelformat dargestellt

Foto: 2010 Ronald Puhle

Weitaus wichtiger war mir endlich etwas mehr Licht sprechen zu lassen. Dabei sollte es nicht so plump zu gehen, einfach nur die Lichter absaufen zu lassen. Die Kameraeinstellungen waren so gewählt, dass die hellen Partien kurz vor Anschlag am Weißpunkt liegen. Den Rest erledigt eine Cross Processing-Simulation. Vielleicht zeige ich einmal in einem Artikel, was ich immer damit meine … in der nächsten Woche ist fünf Tage Urlaub angesagt und damit eigentlich Zeit vorhanden. Doch uneigentlich sieht es mittlerweile anders aus … :evil:

Lange dran herumgeschnitten

Dienstag, November 24th, 2009

Es ist mir anzumerken: Wenn ich abgelenkt und unkonzentriert zur Kamera greife, dann kommt am Ende nichts sinnvolles dabei raus. In dem nachfolgenden Beispiel hat mir im Nachgang überwiegend der Bildaufbau Kopfschmerzen bereitet. Irgendwo hat immer etwas gefehlt und zu allem Überfluss ist das Licht nicht ordentlich gesetzt. So musste Kollege Photoshop, sein Kopierstempel und die Einstellungsebenen gehörig … viel zu viel aushelfen. Das Schubsen der Pixel ist und bleibt ein suboptimale Lösung, die auch danach mein Bauch grummeln nicht verstummen lässt.

Modell Yvonne aus Berlin

Foto: 2009 Ronald Puhle

Besagte Unaufmerksamkeit lag eigentlich nur darin, dass ich im Studio “ausgeholfen” habe und erst dann zur Kamera griff, wenn ich dem Eleven später eine andere Sicht auf das Motiv zeigen möchte. In dem Sinne ist die Aufnahme für mich wieder ein Outtake und für den anderen Mitstreiter hoffentlich eine Anregung, wie er es nicht machen sollte … :)

Perspektiven und Bildformat

Dienstag, Oktober 6th, 2009

Ich muss einräumen, dass ich einige Aufnahmen und Bilder eher “unvollendet” in meinen Blog lade und das finale Bild zumindest den Homepage-Besucher vorenthalte. Insgeheim hoffe ich auf ein Feedback und konstruktive Änderungsvorschläge. Allzu oft muss es aber der zeitliche Abstand zur ersten Version richten.

Ein Beispiel sind diese Renderings. Ursprünglich habe ich sie auf das Kleinbildformat ausgelegt, sie dann aber im Nachhinein auf das quadratische Mittelformat zusammengestutzt. Auch wenn ich eher dazu neige, dem Vordergrundmotiv einen leicht großzügig ausgelegten Freiraum einzuräumen, bekommt der knappere Beschnitt im Quadrat der 3D-Szene deutlich besser. Finde zumindest ich … :D

Frontale Ansicht der Objekte

Rendering mit Cinema 4D - Mausmalerei von Ronald Puhle

3D: 2009 Ronald Puhle

Um zum quadratischen Bildformat zu gelangen, wurden beide Vorlagen nicht aus dem vorliegenden Hochformat geschnitten, sondern direkt noch einmal in Cinema 4D gerendert. Wie bei meinen Fotos lasse ich mir am Bildrand einen gewissen Freiraum, um die Vorlage minimal auszurichten oder zu drehen.

Über Selbstkritik und -zweifel

Donnerstag, September 24th, 2009

Ohne ins Selbstherrliche zu verfallen möchte ich behaupten, dass ich mir bezüglich der Bewertung meiner Fotos durch die eigene Selbstkritik mehr im Wege stehe als es vielleicht erforderlich ist. Wenn es um die Bildauswahl meiner Modelle geht, dann habe ich oft eine ellenlange Liste abzuarbeiten. Genauso fallen Begriffe wie “perfekt” und so ähnlich.

Sicherlich muss ich solche Aussagen relativieren … und schwups, da sind wieder meine Selbstzweifel. Es gibt wirklich wenige Aufnahmen, mit denen ich nahezu im Reinen bin. Irgendein Detail stört mich immer, das ich lieber anders aufgenommen hätte. Ich finde nicht, dass das was mit “Perfektionismus” zu tun hat. Vielmehr habe ich förmlich Angst vor genau diesem Moment des Eintretens.

Wäre der “perfekte” Punkt gekommen, was möchte ich danach machen? Es wäre damit quasi der Berggipfel erreicht. Wenn dann noch die typischen Depressionen eines “Künstlers” die Überhand gewinnen, könnte nur noch der Alkohol mein Leben erträglich gestalten. Diese Aussicht find ich nun wieder nicht so prickelnd.

Während das nachfolgende Foto relativ schnell im Kasten war, tat ich mich beim Beschneiden umso schwerer. Die leichte Schräglage sehe ich heute als äußerst dämliche Eingebung von mir an. Dummerweise sind alle Aufnahmen dieser Pose in der Form gehalten. Ebenfalls ist im Original das Modell vom Gesicht her zu erkennen.

Frauenakt mit einem Mann

Foto: 2009 Ronald Puhle

Schon beim ersten Anlauf der RAW-Entwicklung tat ich mich schwer, ein für mich befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Nach ein paar Monaten unternahm ich den nächsten Anlauf mit einem nahezu identischen Ergebnis. Wieder etwas später entschied ich mich für diesen Beschnitt und die Aufnahme außerdem horizontal zu spiegeln. Jetzt steht nicht mehr die Person, sondern die Gestik des Festhaltens und Loslassens im Vordergrund.

Der Beschnitt erfolgte recht einengend, bezogen auf die Größe des Originals. Wieder ist mir der fehlende Mut auf den Fuss gefallen, den Schritt näher zu gehen und von vornherein mehr mit der Symbolik zu arbeiten. Zu sehr halte ich mich daran fest, die Distanz zwischen mir und dem Modell zu wahren … :(

Formatwahl – Tipps & Tricks

Montag, September 7th, 2009

In Anspielung des Artikels über das Abstrahieren bei der Bildgestaltung möchte ich auf die Wahl des Bildformats gesondert eingehen. Persönlich habe ich mich auf zwei Formate “eingeschossen”: Kleinbild- und das quadratische Mittelformat. Die Festlegung erfolgt in Anlehnung an meine beiden Kameras: Nikon D200 für das Aspektverhältnis 2:3 und Ricoh GX200 im Seitenverhältnis 1:1.

Natürlich bieten sich weitaus mehr Möglichkeiten, die ich jedoch eher selten, besser gesagt nicht ausschöpfe. Selbst Panoramen zwänge ich ins Kleinbildformat und lasse den ungenutzten Hintergrund schwarz. Diese Haltung sehe ich für mich aber nicht als unbedingt zwingend an. Sicherlich wird es bei passender Gelegenheit (zum Beispiel Fotoausstellungen und Kapafix-Platten als Trägermaterial) zu den sprichwörtlichen Ausnahmen von der Regel kommen.

Doch zurück zu den beiden Standardformaten. Sie könnten nicht unterschiedlicher in ihrer Wirkung sein. Dem quadratischen Mittelformat wird eine sehr ruhige, gelegentlich auch langweilige Ausstrahlung nachgesagt. Dagegen orientiert sich das Kleinbildformat in etwa am Goldenen Schnitt. Nachfolgend wird ein Motiv in den beiden angesprochenen Zuschnitten gezeigt.

Amira und Marco aus Berlin

Marco und Amira auf dem Hochsitz

Foto: 2009 Ronald Puhle

In der vorliegenden Bildkomposition wurde von mir der Hochsitz nach rechts versetzt. Hintergrund ist die Richtung, aus der die Sonne auf das Vordergrundmotiv und die beiden Modelle scheint. Gleichzeitig soll der bewölkte Himmel dominieren (ca. zwei Drittel der Bildaufteilung) und der Boden “in den Hintergrund treten”. Der Bildausschnitt ist so gewählt, dass der Hochsitz in etwa die Höhe des mittleren Drittels einnimmt. Das gilt ausschließlich für das Kleinbildformat.

Insgesamt bietet das Hochformat soviel Raum, dass das Hauptmotiv (Hochsitz mit beiden Modellen) klein gegenüber dem Hintergrund wirkt. Im Mittelformat rückt dasselbe Motiv scheinbar dichter an den Betrachter heran. Insbesondere durch das “aus der Mitte rücken” des Vordergrundmotivs hebt sich die “Langeweile” des Mittelformats auf. Dafür geht die Spannung des bewölkten Himmels im Wechselspiel mit dem Sonnenschein, der meine beiden Modelle ausleuchtet, etwas verloren.

Noch eine Anmerkung zur RAW-Entwicklung: Hier handelt es sich um ein Tone Mapping aus einer Rohdatendatei (Pseudo- oder Fake-HDR in Photomatix Pro). Damit soll vor allem die Wolkenstruktur betont werden. Die Farbanpassung resultiert aus einer Cross Processing-Simulation (Exposure 2).

Weiterführende Links
Das “erotische Überraschung”-Fotoshooting
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Das “Wir bekommen ein Baby”-Fotoshooting
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Fotografie und Bildbearbeitung für Neueinsteiger & Fortgeschrittene