Ein weiterer Baustein
Wenige Wochen nach meinen ersten Versuchen mit Franziska konnte ich dort weitermachen, wo ich aufgehört habe. Diesmal standen Amira und Marco vor der Kamera. Zumindest was die Lichtmalereien betrifft, musste diesmal nicht das Modell selbst die eigene Ausleuchtung mit der Taschenlampe übernehmen. Doch das ist ein anderes Thema, was ich hier demnächst besprechen werde.
Am Anfang haben wir uns auf Langzeitbelichtungen unter “normalen” Lichtbedingungen konzentriert. Um nicht die gesamte Aufnahme im “Unscharfen zu belassen”, gibt am Ende der Belichtungszeit mein SB-800 einen kurzen Blitzlichtimpuls (ca. 1/16 beziehungsweise 1/8) aus. Dieser kurze Lichtmoment wird etwas deutlicher abgebildet und zeichnet die äußere Kontur nach.

Foto: 2009 Ronald Puhle
Die Feinarbeit besteht nicht nur darin, die richtige Blitzenergie zu ermitteln, sondern die Bewegungen der Beiden abzustimmen. Quasi jede Sekunde zählt, wie deutlich zum Beispiel die Gesichter oder die Bewegungsunschärfe zu erkennen. Obwohl ich im Studio jede Aufnahme sofort auswerte und wir gemeinsam an den Details arbeiten, kommen mir erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand neue Ideen.

Foto: 2009 Ronald Puhle
Ohne zukünftigen Aufnahmen vorzugreifen, schweben mir Gedanken wie Doppelbelichtungen oder der “fliegende” Einsatz des Blitzgeräts im Kopf herum. Anfänglich dachte ich auch über das Stroboskop-Blitzen nach. Doch den Gedanken habe ich mittlerweile verworfen. Der Grund ist die Regelmäßigkeit, mit der das Blitzlicht abgefeuert wird.
Weitere Informationen zum Projekt “Motorik … oder die Fähigkeit der Bewegung”
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Dezember 14th, 2009 at 10:02
[...] Die Aufnahmen mit Franziska waren für mich ein unbekümmertes Aufspielen. In den beiden Serien mit Amira und Marco überwiegt gedanklich wie emotional der Techniker in [...]