Ein Statement pro Details und richtige Tonwerte
Persönlich habe ich eine gewisse Abneigung gegenüber Fotoalben in Online-Communities. War es am Anfang überwiegend das Sozialverhalten betont wichtiger Mitmenschen, so ist es heute eher das Verschlucken jener Details in Fotografien, die nur Ausbelichtungen oder Drucke liefern können.
Neben dem Verdichten der Pixel und damit dem Tod der Details wie kleine Hautfältchen und kaum sichtbare Abbildspuren (zum Beispiel Geisterbilder bei Langzeitbelichtungen) fallen auch Helligkeitsverläufe der Anpassung für die Internetdarstellung zum Opfer. Was für den Betrachter in “groß” schlüssig erscheint, wird in “klein” zu einem ekligen Tonwertsprung.
Den Rest besorgen die Communities selbst: Oftmals werden Bilder einer nachträglichen Komprimierung unterzogen, die die letzten Detailansätze zunichte macht. Und wenn ich mich schon über diese Vergewaltigung des Bildguts auslasse, dann muss ich genauso auf die unterschiedliche Farb- und Helligkeitswiedergabe einhacken.
Sicherlich ist es bei vielen Fotos egal, in welcher Qualität sie auf dem Bildschirm zusehen sind. Selbst ein farbkalibrierter Monitor im sRGB macht den eigentlichen Inhalt nicht besser. Doch oft sind es die Details, die aus einem scheinbar “schlechten” Foto ein ganzes Buch des Zwiegesprächs mit ihm machen.

Foto: 2009 Ronald Puhle
Im Hype der Perfektion liefern Digitalkameras und Objektive eine derart präzise Schärfe, die ich trotz gut eingestellter Brille so nicht sehe. Deshalb verzichte ich mittlerweile auf das Nachschärfen meiner Fotos. Lediglich im RAW-Prozess wird von mir das Weichzeichnen aus der Interpolation der Sensordaten minimal korrigiert.
Der Hintergrund: In Ausstellungen wurde einem Teil meiner Arbeiten nachgesagt, dass die Motive sehr scharf und knackig abgebildet sind. Zunächst konnte ich nichts damit anfangen. Erst im Vergleich zum klassischen Film wurde mir klar, was die Betrachter meinten … und ich musste ihnen zustimmen.

Ich freue mich über jene Modelle, die meine Aufnahmen zu einem gegenständlichen Bild machen lassen. Neben Abzügen (ab 20 x 30 cm), die generell bei mir zu einem Fotoshooting gehören, können sie bei Übernahme der Kosten auch Fotos auf Leinwand bestellen.
Hierfür habe ich einen speziellen Anbieter, der die Drucke in einer Qualität liefert, die meinen Farb- und Qualitätsvorstellungen entsprechen. Denn neben den Details mag ich auch keine Lotterie bei den Farben beziehungsweise Grautönen. Die Leute sollen meine Aufnahmen so sehen, wie ich sie am Computer mir vorstelle …
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November 19th, 2009 at 13:32
Ich muss gestehen, dass ich mich schon ganz oft gewundert habe, wieso andere immer sooooooooo scharfe Fotos haben und ich nicht. Bis ich dahinter gestiegen bin, dass sie nicht wie ich anfangs dachte, ein superteures Objektiv hätten, sondern per Bildbearbeitung nach schärfen. Ich habe mich darin auch ein bisschen geübt, weil ich das auch mal so hinkriegen wollte, doch bisher gelingt es mir nicht so richtig. Irgendwie sehen meine Bilder vergewaltigt aus…
November 19th, 2009 at 13:38
@ jana: ich “suche” und vermisse heute die leichte unschärfe der objektive bzw. jene weichzeichnung, die von der minimalen wölbung des films her rührt
Februar 25th, 2010 at 12:15
Schönes Foto und Bild! Für das nächste Mal habe ich ein guter Tipp für die Leinwand Bilder, nämlich ***.*******.**. Sie haben sehr gute Qualität und günstigen Preisen. Habe jetzt vier bilder von denen, und jedes Mal überrascht mich die Qualität!
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