Thursday, September 09, 2010 05:49

Archive for the ‘Kleinbild- versus Mittelformat’ Category

Doppelt hält besser? – Kleinbild- versus Mittelformat

Freitag, April 23rd, 2010

Vor ein paar Wochen habe ich hier eine Doppelbelichtung gezeigt, die der letzten Fotosession mit Yvonne entsprungen ist. Seitdem schlummert die Gegenüberstellung einer anderen Aufnahme in zwei unterschiedlichen Schnittvarianten in der Blog-Vorratskammer. Bevor sie digitalen Staub ansetzt, haue ich den bevorrateten Artikel raus … :)

Yvonne

Doppelbelichtung Modell Yvonne

Foto: 2010 Ronald Puhle

Ich möchte und kann zur Zeit nicht viel zu den Aufnahmen sagen. Dazu ist mein Kopf viel zu sehr mit dem iPhone und Schreiben beschäftigt. Auf alle Fälle haben mich beide Ergebnisse nicht so “abgeschreckt”, von einem öffentlich zeigen Abstand zu nehmen … :D

Hauptbahnhof – Kleinbild- versus Mittelformat

Donnerstag, April 8th, 2010

Tag 3 einer kurzen Arbeitswoche

Langsam schieße ich mich mit meiner fischäugigen Knipse warm. Mein Problem: Ich muss mich daran gewöhnen, der zu beknipsenden Begierde deutlich näher zu rücken als es mir überhaupt lieb ist. Der aufdringliche Knipser in Atemdistanz liegt mir eben nicht. Viel lieber nehme ich Abstand, beobachte aus sicherer und persönlich distanzierter Ferne. Dafür habe ich mir jedoch das falsche Objektiv ausgesucht. Bösartig wie Rumpelstilzchen möchte ich eben alles Gerade wie Plastik an seiner Fließgrenze verformen.

Bisher wählte ich eine nahezu frontale Kameraposition. Am Berliner Hauptbahnhof nahm ich davon Abstand. Am Kleinbild beeindruckt mich der Himmel: Blau mit Wolken. Deshalb schneide ich mir zwei Varianten aus einer Aufnahme. Und zu beiden Varianten spinnen sich Gedanken in meinem Kopf zusammen …

Berlin Hauptbahnhof

Lehrter Bahnhof ... heute Hauptbahnhof

Fotos: 2010 Ronald Puhle

Rote Tulpen – Kleinbild- versus Mittelformat

Freitag, Februar 19th, 2010

Die Woche startete ich mit einer Nachlese zum Valentinstag. Warum auch immer gehörte eine Tulpe zum Artikel … vielleicht als angemessene Würdigung des Blumen-Fachhandels … weshalb ich die Arbeitswoche mit demselben Motiv ausklingen lasse. Diesmal habe ich meine digitale Schere angesetzt und zum Kleinbildformat einen quadratischen Beschnitt angefertigt. Wirklich festlegen, welcher Variante ich favorisiere, möchte ich nicht.

Rote Tulpen im Kleinbildformat aufgenommen

Zwei rote Tulpen im Mittelformat dargestellt

Foto: 2010 Ronald Puhle

Weitaus wichtiger war mir endlich etwas mehr Licht sprechen zu lassen. Dabei sollte es nicht so plump zu gehen, einfach nur die Lichter absaufen zu lassen. Die Kameraeinstellungen waren so gewählt, dass die hellen Partien kurz vor Anschlag am Weißpunkt liegen. Den Rest erledigt eine Cross Processing-Simulation. Vielleicht zeige ich einmal in einem Artikel, was ich immer damit meine … in der nächsten Woche ist fünf Tage Urlaub angesagt und damit eigentlich Zeit vorhanden. Doch uneigentlich sieht es mittlerweile anders aus … :evil:

Nachwuchs – Kleinbild- versus Mittelformat

Dienstag, November 10th, 2009

Für mich ist die Wahl des “besseren” Beschnitts eigentlich klar: Das Quadrat rückt den Kopf der kleinen Zoe in den Mittelpunkt. Doch Geschmack ist eine subjektive Bewertungsgröße und so haben sich die jungen Eltern entschieden, eine ähnlich gelagerte Aufnahme im Kleinbildformat auf Fotoleinwand drucken zu lassen … :D

Baby-Fotografie im Kleinbildformat

Die kleine Zoe

Foto: 2009 Ronald Puhle

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Formatwahl – Tipps & Tricks

Montag, September 7th, 2009

In Anspielung des Artikels über das Abstrahieren bei der Bildgestaltung möchte ich auf die Wahl des Bildformats gesondert eingehen. Persönlich habe ich mich auf zwei Formate “eingeschossen”: Kleinbild- und das quadratische Mittelformat. Die Festlegung erfolgt in Anlehnung an meine beiden Kameras: Nikon D200 für das Aspektverhältnis 2:3 und Ricoh GX200 im Seitenverhältnis 1:1.

Natürlich bieten sich weitaus mehr Möglichkeiten, die ich jedoch eher selten, besser gesagt nicht ausschöpfe. Selbst Panoramen zwänge ich ins Kleinbildformat und lasse den ungenutzten Hintergrund schwarz. Diese Haltung sehe ich für mich aber nicht als unbedingt zwingend an. Sicherlich wird es bei passender Gelegenheit (zum Beispiel Fotoausstellungen und Kapafix-Platten als Trägermaterial) zu den sprichwörtlichen Ausnahmen von der Regel kommen.

Doch zurück zu den beiden Standardformaten. Sie könnten nicht unterschiedlicher in ihrer Wirkung sein. Dem quadratischen Mittelformat wird eine sehr ruhige, gelegentlich auch langweilige Ausstrahlung nachgesagt. Dagegen orientiert sich das Kleinbildformat in etwa am Goldenen Schnitt. Nachfolgend wird ein Motiv in den beiden angesprochenen Zuschnitten gezeigt.

Amira und Marco aus Berlin

Marco und Amira auf dem Hochsitz

Foto: 2009 Ronald Puhle

In der vorliegenden Bildkomposition wurde von mir der Hochsitz nach rechts versetzt. Hintergrund ist die Richtung, aus der die Sonne auf das Vordergrundmotiv und die beiden Modelle scheint. Gleichzeitig soll der bewölkte Himmel dominieren (ca. zwei Drittel der Bildaufteilung) und der Boden “in den Hintergrund treten”. Der Bildausschnitt ist so gewählt, dass der Hochsitz in etwa die Höhe des mittleren Drittels einnimmt. Das gilt ausschließlich für das Kleinbildformat.

Insgesamt bietet das Hochformat soviel Raum, dass das Hauptmotiv (Hochsitz mit beiden Modellen) klein gegenüber dem Hintergrund wirkt. Im Mittelformat rückt dasselbe Motiv scheinbar dichter an den Betrachter heran. Insbesondere durch das “aus der Mitte rücken” des Vordergrundmotivs hebt sich die “Langeweile” des Mittelformats auf. Dafür geht die Spannung des bewölkten Himmels im Wechselspiel mit dem Sonnenschein, der meine beiden Modelle ausleuchtet, etwas verloren.

Noch eine Anmerkung zur RAW-Entwicklung: Hier handelt es sich um ein Tone Mapping aus einer Rohdatendatei (Pseudo- oder Fake-HDR in Photomatix Pro). Damit soll vor allem die Wolkenstruktur betont werden. Die Farbanpassung resultiert aus einer Cross Processing-Simulation (Exposure 2).

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